25 Jahre Perspektiven- entwicklung HURRA!
25 Jahre Perspektiven entwickeln – ein Portrait in Bewegung

Wenn man Brigitte Marx-Lang begegnet, bleibt etwas hängen. Vielleicht ist es die klare
Kurzhaarfrisur. Vielleicht die markanten Brillengestelle. Vielleicht aber auch diese ruhige
Präsenz, die nichts beweisen muss.
Und dann ist da Karl. Ein Großpudel. Bürovorsteher, Begleiter, Coachhund. Meist still.
Manchmal sehr präsent.
Vor ihm waren andere da – Weggefährten auf vier und auf zwei Beinen. Manche sind
gegangen, neue sind gekommen. Heute wachsen bereits zwei weitere Hunde in diese
Aufgabe hinein. Perspektiven verändern sich. Präsenz bleibt. Perspektivenentwicklung beginnt hier nicht mit Methoden. Sie beginnt mit Wahrnehmung.

Eine Idee, lange bevor es ein Feld war

Die Idee zu dem, was heute die Gesellschaft für Perspektivenentwicklung ist, entstand lange
vor dem Jahr 2001. In den frühen 1980er Jahren – in einer Zeit, in der Coaching, berufliche
Neuorientierung oder systemische Organisationsentwicklung kaum benannt, geschweige
denn etabliert waren.
Aus eigener Erfahrung erkannte Brigitte Marx-Lang, wie wenig professionelle Begleitung
Menschen in Umbruchphasen tatsächlich zur Verfügung stand. Was daraus entstand, war
kein Businessplan. Es war eine Haltung.
Fundiert. Ethisch. Wissenschaftlich reflektiert.

Brigitte Marx-Lang ist Diplom-Sozialpädagogin und absolvierte ein Magisterstudium mit
den Schwerpunkten Philosophie, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften.
Besonders prägend war dabei die intensive Auseinandersetzung mit Wirtschafts- und
Sozialethik.
Diese interdisziplinäre Ausbildung bildet bis heute das Fundament der Arbeit der
Gesellschaft für Perspektivenentwicklung. Alle Angebote sind wissenschaftlich fundiert,
curricular aufgebaut, qualitätsgesichert und werden kontinuierlich evaluiert und
weiterentwickelt.
Lehre und wissenschaftlicher Austausch

Die Verbindung von Praxis und wissenschaftlicher Reflexion zeigt sich auch in der
Lehrtätigkeit von Brigitte Marx-Lang. Über viele Jahre ist sie als Lehrbeauftragte an der
Evangelischen Hochschule Darmstadt tätig.
Die Arbeit mit Studierenden, der fachliche Diskurs und der Austausch zwischen Theorie und
Praxis gehören zu dem, was Perspektivenentwicklung von Anfang an geprägt hat.
Coaching nach BML – Stärken wirksam machen

Manchmal beginnt alles mit einer leisen Frage: Was passiert eigentlich mit mir? Nicht im Sinne von Optimierung, sondern von Stimmigkeit. Von dem, was sich tragen lässt, auch über längere Zeit.
Coaching nach der BML-Methode richtet den Blick auf das, was bereits vorhanden ist. Nicht Defizite stehen im Mittelpunkt, sondern Fähigkeiten, Erfahrungen und Haltungen, die Menschen im Laufe ihres Lebens entwickelt haben.
Es geht um Passung. Um das individuelle Stärkenbündel, das sich aus Biografie,
Können, Haltung und Motivationssystemen zusammensetzt. Wird dieses Bündel sichtbar,
entstehen Entscheidungen, die entlasten, zufrieden stellen und Orientierung geben.

Inhouse- und Management-Coaching übertragen diesen Ansatz in organisationale
Zusammenhänge. Führung, Verantwortung und Zusammenarbeit werden reflektiert, nicht
optimiert. Ziel ist Wirksamkeit, die aus Klarheit entsteht.
Kernstück der BML-Methode ist deshalb neben dem Aufspüren und definieren der
individuellen Stärkenbündel das Entlastungs-EKG: Empathie, Kompetenz und Geduld. Als
professionelle Grundhaltung bildet es die Basis aller Coachingprozesse. Die Methode ist
über viele Jahre gewachsen, wissenschaftlich fundiert, curricular verankert und in
Ausbildung wie Praxis überprüfbar.
Tiere als Spiegel – tiergestütztes Coaching

Karl ist ein Großpudel. Und er ist mehr als ein Begleiter im Raum. Er liegt oft einfach da. Beobachtet. Wartet. Manchmal kommt er näher, manchmal bleibt er auf Abstand. Er entscheidet selbst. Genau das macht ihn so wirksam.
Karl spürt Anspannung, lange bevor sie ausgesprochen wird. Wenn der Atem flach wird, wenn Unruhe im Raum steht, verändert sich etwas. Er sucht keinen Kontakt, er bietet ihn an. Wer ihn annimmt, merkt oft erst nach einiger Zeit, dass die Schultern gesunken sind und der Atem ruhiger fließt.

Der Pudel ist speziell ausgebildet. Doch entscheidend ist nicht seine Ausbildung, sondern seine Art. Er bewertet nicht. Er drängt nicht. Er ist einfach da – präsent und ruhig. Viele Gespräche beginnen erst richtig, wenn Carl schon eine Weile im Raum ist. Nicht, weil er etwas tut, sondern weil er etwas ermöglicht: Sicherheit, Selbstregulation, Vertrauen.













Diese Erfahrung setzt sich in der Arbeit mit Pferden fort – deutlicher, unmittelbarer. Pferde reagieren auf innere Haltung, auf Klarheit oder Unklarheit, auf Konsequenz oder Zögern. Was im Führungsalltag oft überdeckt wird, wird hier sichtbar.
In den pferdegestützten Seminaren „Führung erleben“, die regelmäßig in Kooperation mit dem Hessischen Landgestüt Dillenburg stattfinden, spiegeln Pferde Führung – und Führungsschwächen – ohne Umweg. Direkt. Ehrlich. Ohne Bewertung.
Der Nutzen ist klar: Wer erlebt, wie das eigene Verhalten wirkt, kann Führung verändern. Nicht theoretisch, sondern wirksam.
Akademie für Perspektivenentwicklung – Wir bilden aus

Mit der Akademie für Perspektivenentwicklung wurde ein professioneller Lern- und
Entwicklungsraum geschaffen. Ein Ort für Menschen, die begleiten, reflektieren und
Verantwortung übernehmen wollen.
Heute umfasst das Angebot die Weiterbildung zum Systemischen Coach für
Perspektivenentwicklung (fP) – aktuell in der 14. Generation –, die Weiterbildung zum
Systemischen Coach fP für Kinder und Jugendliche sowie eine transatlantische
Weiterbildung zum Internationalen Systemischen Coach fP mit integriertem Praxisteil in
Puebla, Mexiko.



Was all diese Programme verbindet, ist der Anspruch, nicht nur auszubilden, sondern
Persönlichkeiten zu entwickeln. Spitzenkräfte entstehen dort, wo Haltung, Kompetenz und
Reflexion zusammenkommen.
Sichtbarkeit, Veröffentlichungen und öffentliche Resonanz



*Perspektivenentwicklung war für Brigitte Marx-Lang immer auch mit Öffentlichkeit
verbunden. Sie war Gründungsmitglied des hr1 ProfiTeams und über viele Jahre regelmäßig
als Expertin für Beruf und Karriere im Hörfunk on air präsent.
Darüber hinaus schrieb sie als Kolumnistin für das Darmstädter Echo (“Karriere-Knigge”)
sowie für die Frankfurter Rundschau (“Büro-Benimm”). Sie veröffentlichte dazu ein Sachbuch mit großen Erfolg. Interviews und Veröffentlichung wie z.B. Orange by Handelsblatt (online) griffen ihre Perspektiven ebenfalls auf.
Sichtbarkeit war dabei nie Selbstzweck, sondern Teil professioneller Verantwortung. Erfahrungen zu teilen, Diskurse mitzugestalten und Perspektiven öffentlich zu machen.
Orte verändern sich – Haltung bleibt

Von Ober-Ramstadt in Hessen aus wirkte und wirkt die Gesellschaft für Perspektivenentwicklung weit über die Region hinaus. Über viele Jahre gehörte auch ein Büro in Frankfurt am Main dazu.

Mit der Pandemie fiel eine bewusste Entscheidung: nicht festhalten, sondern weitergehen. Digitale Formate wurden konsequent entwickelt – nicht als Notlösung, sondern als nächste Stufe professioneller Begleitung. Die Wege haben sich verändert. Die Haltung ist geblieben.
Und der Blick reicht heute weit über Grenzen hinaus – in die Welt.
Familie, Kontinuität und Zukunft
Perspektivenentwicklung war nie nur ein beruflicher Weg. Sie war immer auch eingebettet in Leben, Beziehungen und gemeinsame Zeit. Dass heute mit Friederike Marx eine nächste Generation Teil der Arbeit ist, wirkt deshalb nicht wie ein Übergang, sondern wie eine Fortsetzung.
Als Pädagogin und Internationale Systemische Coach fP bringt Friedericke Marx ihre eigene fachliche Perspektive ein. Innerhalb der Gesellschaft für Perspektivenentwicklung leitet sie den Fachbereich Kinder-, Jugend- und Familienberatung. Sie arbeitet mit anderen Fragen, anderen Lebensphasen, einem eigenen Blick und doch aus derselben Grundhaltung heraus: genau hinzusehen, zuzuhören und Entwicklung nicht zu beschleunigen, sondern zu ermöglichen.
So verbindet sich Erfahrung mit Zukunft. Nicht als Kopie, sondern als Weiterdenken. Perspektivenentwicklung bleibt in Bewegung – getragen von dem, was gewachsen ist, und offen für das, was kommt.

25 Jahre – und ein weiter Blick

25 Jahre Perspektivenentwicklung stehen für Erfahrung, Kompetenz und Weiterentwicklung.
Ein Anlass zum Feiern. Aber nicht zum Stehenbleiben. Wir sind stolz. Wir sind glücklich. Und von Herzen dankbar.
Hurra.

