Begrüßung per Handschlag

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Begrüßung per Handschlag

Die Begrüßung per Handschlag blickt im europäischen Raum auf eine lange Tradition zurück. Er war früher die Geste einer friedlichen Begrüßung, denn die rechte Hand griff nicht zum Schwert, sondern wurde offen zum Gruß dargeboten. So wird auch heute noch der Händedruck in unseren Breiten als Ausdruck von Höflichkeit verstanden, während andere Kulturen ihm eher mit Distanz begegnen.

Ein Händedruck hat eine höhere Verbindlichkeit als eine verbale Begrüßung. Man nimmt über den Hautkontakt vielfältige Informationen über die betreffende Person auf, die dann mit den übrigen Indikatoren der teils unbewussten Wahrnehmung kombiniert werden. Schlaffe, rücksichtslose oder feste und warme Berührungen hinterlassen ihren spezifischen Eindruck.

Nach einem Handschlag erwartet man die Bereitschaft zum Austausch einiger Worte, wenn man es eilig hat oder keine Lust zu einem Gespräch hat, dann verzichtet man lieber auf einen Händedruck. Wenn einem jedoch die Hand gereicht wird, dann darf sie nicht ausgeschlagen werden – es käme sonst einem Affront oder einer groben Unhöflichkeit gleich. Übrigens bietet die ranghöhere der rangniederen Person die Hand zum Gruß an. Bei Vorstellungsgesprächen kann es fatal sein, wenn die Bewerberin oder der Bewerber zuerst die Hand ausstrecken, möglichst auch noch forsch und im Gehen und mit breitem Lächeln im Gesicht. Wenn dann noch Smartphone und Autoschlüssel auf den Tisch geknallt werden kann jeder positive Eindruck durch Kompetenz getrost vergessen werden: Man ist viel zu weit und viel zu demonstrativ in das Revier eines anderen eingedrungen um noch sympathisch zu erscheinen. Und der Sympathiefaktor spielt bei jeder Bewerbung nun mal eine große Rolle.

Noch ein paar beachtenswerte Details beim Handschlag: Bitte dem Gegenüber dabei in die Augen schauen ohne zu starren. Zigaretten werden selbstverständlich ausgedrückt. Frauen und Männer erheben sich. Bei verschwitzten Händen ein Stofftaschentuch als Notfallhilfe bereithalten.

Ein besonderer Hinweis: Sehr große Menschen halten etwas mehr Abstand und strecken den Arm etwas mehr, damit sie nicht „von oben herab“ wirken und damit ihr kleineres Gegenüber in Verlegenheit bringen.

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