Gesellschaftliche Etikette

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Gesellschaftliche Etikette

Die Zeit des Jahreswechsels ist auch die Zeit der großen und kleinen Feste, der Empfänge und der Weihnachtsessen der Unternehmen. Es ist deshalb sinnvoll, den Unterschied zwischen der beruflichen und der gesellschaftlichen Etikette zu kennen und zu beachten. Etikette oder die Umgangsformen und damit die gesellschaftliche Rangfolge ist historisch gewachsen und kulturell überliefert und regelt kultivierte zwischenmenschliche Begegnungen. Die Etikette ist keineswegs antiquiert, sondern es ist im Gegenteil zu Beobachten, dass sie einen neuen großen Stellenwert erhalten hat. Sie hat also nach wie vor ihre Gültigkeit und wird immer, nicht nur bei offiziellen Gelegenheiten im privaten und öffentlichen Rahmen auch heute noch angewandt. Früher bestimmte die Rangordnung, wer an der höfischen Tafel näher beim Herrscher sitzen durfte und auch heute beschäftigt sie sich mit der Einordnung des eigenen Stellenwertes gegenüber anderen Menschen. Dafür gibt es feste Regeln.

Die Regeln der gesellschaftlichen Rangordnung entsprechen herkömmlichen  Kulturtraditionen. Trotz der Gleichberechtigung der Geschlechter nimmt die Frau einen eindeutig höheren Rang ein als der Mann.

Die Grundregeln lauten:

  1. Die Frau ist gegenüber dem Mann immer die Ranghöhere, ihr wird Respekt entgegen gebracht. Das äußert sich zum Beispiel beim Händedruck (die Frau reicht dem Mann die Hand), beim Gruß und bei der Vorstellung – Ladies first.
  2. Gäste sind ranghöher als Verwandte.
  3. Ältere Personen sind ranghöher als jüngere.
  4. Bei gleichgeschlechtlichen Personen ist die Ältere ranghöher gegenüber der Jüngeren.
  5. Ausländer sind gegenüber Inländern gleichen Ranges ranghöher.

Bei allen privaten gesellschaftlichen Gelegenheiten setzen diese Rangfolgen berufliche Hierarchien außer Kraft – also auch dann, wenn man auf privaten Einladungen oder im Theater etc. Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartnern begegnet. In diesen Fällen greift also die gesellschaftliche Etikette, das heißt, der Frau gebührt die Vorrangstellung.

Sind die Veranstaltungen hingegen beruflicher Natur, dann geht es wieder um die Geschäftshierarchie. Die Rangfolge im Beruf orientiert sich ausschließlich an der hierarchischen Stellung der jeweiligen Person innerhalb der Firma. Im beruflichen Alltag sind demnach die gesellschaftlichen Privilegien der Frau außer Kraft gesetzt.

Ein besonderer Hinweis: Es kann allerdings überhaupt nichts schaden, wenn Männer auch im Job Frauen zuvor kommend behandeln. Schließlich dokumentieren sie damit, dass sie Umgangsformen besitzen und laufen nicht Gefahr, sich als ungehobelter Hackklotz zu outen.

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