Vorträge halten – Teil 2

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Vorträge halten – Teil 2

Jetzt ist der große Moment gekommen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, das Script ist erstellt und in einer Schriftgröße ausgedruckt, die sich bequem im Stehen vom Pult ablesen lässt. Besonders markante Stellen wurden farbig hervorgehoben und fallen sofort ins Auge. Die Powerpointpräsentation steht, bzw. die Folien liegen geordnet in einer Mappe und die Technik ist überprüft – der Vortrag kann beginnen.

Vor Antritt der Rede lässt man sich zwischen einer halben Minute und einer Minute Zeit, ordnet die Papiere und lässt den Blick mit einem Lächeln durchs Publikum gleiten. Dadurch wird die erste und wichtigste nonverbale Verbindung zum Publikum hergestellt. Erst dann wird der erste Satz gesprochen. Dabei wird der Blickkontakt zur Zuhörerschaft kontinuierlich aufrecht erhalten. Keinesfalls sollte zu der alten Methode gegriffen werden, die da lautet, dass man knapp über die Köpfe der Menschen hinweg blickt. Das Publikum hat sich geändert, es legt heute Wert auf Authentizität und würde die Distanz spüren und negativ verbuchen. Bei großem Lampenfieber ist es statt dessen besser, wenn man sich ein freundliches, wohlwollendes Gesicht sucht und immer wieder mit den Augen – quasi als Belohnung – dorthin zurück kehrt. Trotzdem schweift der Blick aber ruhig in die Runde, verweilt kurz bei den einzelnen Gesichtern und wandert weiter.

Beim Sprechen werden Floskeln vermieden, wie „bekanntlich“, „selbstverständlich“, und so weiter. Denn sie grenzen Menschen aus, für die eben die angesprochenen Gesichtspunkte nicht bekannt oder selbstverständlich sind – und das dürfte die Mehrzahl sein.

Es wirkt angenehm, wenn beim Reden Pausen gemacht werden. So bleibt Zeit, um das Gehörte wirklich aufzunehmen und den Bildern Raum zu geben, die geschickte Redende in den Köpfen ihrer Zuhörenden haben entstehen lassen. Die kleinen Pausen könne wieder für den lächelnden Blickkontakt genutzt werden.

Ein besonderer Hinweis: Vortragende, die still stehen oder sitzen und eine ausdrucksvolle aber ruhige Mimik und Gestik haben gelten als kompetenter und vertrauenerweckender als Personen, die von einem Fuß auf den anderen treten oder auf dem Stuhl herum rutschen.

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