Bilanzieren und Verändern

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Bilanzieren und Verändern

Die Verantwortung für eine berufliche Laufbahn kann man anderen – den Arbeitgebern, der wirtschaftlichen Situation und den Kunden – überlassen, man kann sie aber auch selbst übernehmen. Es gibt selbstverständlich Faktoren, auf die man keinen Einfluss hat, es wäre töricht, diese Realität nicht anzuerkennen. Aber es bleibt immer ein persönlicher Gestaltungsrahmen übrig, den man gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten erkennen und nutzen sollte.

Dazu muss man bilanzieren und betrachten, wo man im Moment überhaupt steht. Diese Bilanz hilft dabei, Chancen und Möglichkeiten auszuloten und ist damit der entscheidende Schritt zur Übernahme der Verantwortung. Wie wird dabei vorgegangen? Am einfachsten und effektivsten ist eine Verstärkung der ohnehin vorhandenen persönlichen Stärken. Um diese zu erkennen nimmt man sich einen bestimmten Zeitraum, der mindestens die letzten 12 Monate umfassen sollte, und fragt sich, was man sich zu Beginn dieses Zeitabschnittes vorgenommen hatte, was erreicht und was verfehlt wurde. Das trägt man in ein Schema Erfolg/Misserfolg ein. Die Rubrik „Erfolg“ enthält sowohl dokumentierte und geplante Zielerreichungen, als auch eher „zufällige“ und ungeplante Erfolge, denn gerade sie geben oft eine aufschlussreiche Auskunft über lohnenswerte, bisher übersehene Wege. Zur Beantwortung der Rubrik „Misserfolge“ ist es hilfreich sich zu fragen, welche Aufgaben man vor sich her schiebt, wann und in welcher Situation man bei der Arbeit gereizt reagiert und welche Kunden, Vorgesetzten und Kollegen man mag und welchen man eher aus dem Weg geht. Hier sind innere Widerstände am Werk, die berücksichtigt und vielleicht auch angegangen werden müssen.

Das Ergebnis der beiden Rubriken hilft die Leistungsfähigkeit zu erkennen, daran weiter zu arbeiten und nötigenfalls den Kurs zu ändern. Die schriftliche Vorgehensweise ist unbedingt zu empfehlen, denn bei einer lediglich gedanklichen Beschäftigung, wenn man sich die Dinge nur durch den Kopf gehen lässt, riskiert man ungenaue, wenig konkrete Einschätzungen, die beliebig bleiben.

Ein besonderer Hinweis: Jede Veränderung ist unbequem. Aber das Verharren in unbefriedigenden Situationen trägt auch nicht zur Zufriedenheit bei – es sei denn, man schöpft Befriedigung aus dem Jammern.

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