Besondere Fragen beim Vorstellungsgespräch

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Besondere Fragen beim Vorstellungsgespräch

Nun ist endlich die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch gekommen, alle Vorbereitungen wurden sorgfältig gemacht und dann sitzt man im Gespräch, fühlt sich wie in längst vergangene Prüfungssituationen zurück versetzt, denn heute wie damals hängt einiges, nämlich ein gutes Stück der beruflichen Existenz, vom Erfolg des Gespräches ab. Und jetzt kommen seitens der Personalverantwortlichen Fragen, die die gesamte aufgestaute Energie und Frustration durch die Stellensuche auf den Plan, sozusagen auf die Zunge, rufen.

Dazu gehört: „Wie stellen Sie sich zu Überstunden?“. Wenn man arbeitslos oder im Vorstellungsgespräch zur Traumstelle ist, dann ist die Versuchung groß, darauf mit: “Gern, jederzeit, so viel Sie wollen!“ zu antworten – bitte nicht! Denn diese Antwort kommt überhaupt nicht gut an. Zum einen, weil darin alle Bedürftigkeit der Jobsuche liegt und bedürftige Menschen schrecken andere leicht ab.  Zum anderen hat sich bei Personalverantwortlichen herum gesprochen, dass Menschen mit einem ausgeglichenen und erfüllten Privatleben die motiviertesten und belastbarsten Mitarbeitenden sind. Denn in dem Gleichgewicht von Privat- und Berufsleben liegt das Geheimnis für gut gemachte Arbeit. Menschen, die ihre Inspiration und ihre Regenerationsphasen aus dem Familien- und Freizeitbereich beziehen, sind ausgeglichener und weniger oft krank als die Mitarbeitenden, die vor lauter Überstunden nichts anderes mehr kennen, keine Anregungen mehr erhalten und irgendwann ausbrennen. Außerdem werden sie als einseitig betrachtet, es wird ihnen  unterstellt, dass sie nicht über den Tellerrand hinaus blicken und in geschäftlichen Kontakten keine geeigneten Gesprächspartner sind, weil ihre Interessen für Smalltalk-Situationen zu eingeschränkt sind. Auch sollte man nicht vergessen, dass Menschen, die viele Überstunden machen, als unorganisiert gelten. Das sind zwar grobe Vereinfachungen, aber ob man es will oder nicht, es wird gern und leicht in Klischees gedacht.

Wie geht man nun also mit diesem auftauchenden Problem im Vorstellungsgespräch um? Angemessen ist die Antwort, dass Überstunden in einem gewissen Rahmen und einem überschaubaren Umfang selbstverständlich sind, dass es aber nicht zur Gewohnheit werden sollte.

Ein besonderer Hinweis: Man beugt solchen Fragen vor, indem man im Lebenslauf die Rubrik „Hobbies“ etabliert und mit interessanten Inhalten füllt.

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