Das Geschäftsessen als Herausforderung

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Das Geschäftsessen als Herausforderung

Sage mir wie du isst und ich sage dir, wer du bist… Als Maßstab für gute Manieren gelten berechtigter Weise die Tischsitten. So ist es heute durchaus möglich, dass man im Rahmen eines Assessments zu einem Essen gebeten wird. Dabei wird dann genau registriert, ob der Bewerber Tischmanieren hat, sich in Gesellschaft zu benehmen weiß und dem Smalltalk bei Tisch gewachsen ist.  Denn Geschäftsessen bilden eine wichtige Bühne für berufliche Zusammenhänge, bei denen strategische Allianzen im Unternehmenssinn auf- und ausgebaut werden. Deshalb hat bei gleicher Qualifikation der Bewerber einen Vorsprung, der auch auf diesem Parkett sicher aufzutreten weiß.

Die wichtigste Regel bei Tisch ist die Wahrung der Ästhetik und die absolute Geräuschlosigkeit. Also bitte auch die Handys abstellen und keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sollte ein Missgeschick passieren, dann gilt hier einmal nicht die Regel „Störungen haben Vorrang“, sondern jede Störung wird bei einem Essen möglichst diskret gehandhabt. Fällt beispielsweise ein Glas um, dann entschuldigt man sich und winkt dezent dem Servicepersonal, das das Malheur beseitigt. Ebenso lässt man sich nicht laut darüber aus, ob man einen bestimmten Teil des Menüs mag oder nicht – stattdessen lässt man stillschweigend die abgelehnte Speise liegen. Eine weit verbreitete Unsitte ist es auch, andere zum Nachlegen zu drängen, oder gar den Verzicht von Alkohol zu hinterfragen oder sogar lächerlich zu machen.

Bei einem Gedeck für ein mehrgängiges Menü wird das Besteck von außen nach innen benutzt und die Gläser von rechts nach links verwendet. Die Serviette wird immer gebraucht, auch wenn sie aus Stoff ist. Einmal gefaltet liegt sie auf dem Schoss und vor dem Griff zum Glas tupft man sich damit die Lippen ab um keine Spuren auf dem Glas zu hinterlassen. Die benutzte Stoffserviette wird am Ende des Essens rechts neben dem Teller abgelegt. Benutztes Besteck berührt niemals das Tischtuch, selbstverständlich werden auch nicht die Finger am Tischtuch abgewischt. Das gekreuzte Besteck auf dem Teller signalisiert, dass noch nachgenommen wird. Liegt hingegen das Besteck eng nebeneinander auf dem Teller und deutet von „fünf vor halb“ auf „fünf vor voll“, bedeutet es dem Servicepersonal, dass der Teller abgeräumt werden kann.

Bei Gelegenheiten, bei denen „es drauf ankommt“ werden Brot und Brötchen gebrochen. Keinesfalls schneidet man Brötchen auf und bestreicht sie mit Butter. In Nobelrestaurants bricht man das Brot einzeln in mundgerechte Stücke und streicht etwas Butter darauf.  Auch wenn der Hunger noch so groß ist oder das Lampenfieber noch so drängend ist, sollte man der Versuchung widerstehen,  sich mit dem angebotenen Brot vollzustopfen.

Ein besonderer Hinweis: Gute Tischmanieren sollten zwar auch im privaten Umfeld selbstverständlich sein, aber offenbar ist das keinesfalls üblich. Aber sie sind lernbar und tragen beachtlich zu einem positiven Image und einem ästhetischen  Miteinander bei. Und das sollte allemal der Mühe wert sein.

 

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