Soll das alles gewesen sein?

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Soll das alles gewesen sein?

In den Zeiten drohender oder sogar Wirklichkeit gewordener Arbeitslosigkeit tritt häufig ein Gefühl des Selbstverlustes ein. Mangelndes Selbstbewusstsein, das Gefühl, zu nichts nutze zu sein, Resignation und die Frage „Soll das schon alles gewesen sein?“ machen sich breit. Wurde früher dazu geraten, im Sinne einer soliden Karriereplanung diesem „Soll das schon alles gewesen sein?“ alle drei- bis vier Jahre durch einen Arbeitsplatzwechsel zu begegnen, selbstverständlich strategisch geplant und deshalb jeweils ein Stückchen höher auf der Hierarchieleiter, so kann dazu heute seriöser Weise nicht mehr so ohne weiteres gegriffen werden. Die Sicherung des Arbeitsplatzes hat Vorrang, beziehungsweise nach Eintritt der Arbeitslosigkeit hat die Suche nach einer wenigstens näherungsweise angemessenen Tätigkeit Priorität.

Hinzu kommen in diesen Zeiten der Verunsicherung Existenzängste und Perspektivlosigkeit. Der – mögliche – Verlust von Arbeit stellt alles, was bisher Gültigkeit hatte, infrage. Arbeit bildet neben der materiellen Existenzsicherung das Gerüst des Lebens, es ist notwendiges Übel, aber auch das,  was Bestätigung gibt, was die Identität wesentlich mit bestimmt und es ist das, in welches alles mündet, was man an Kenntnissen und Fähigkeiten in einem langwierigen und mühsamen Bildungsprozess erworben hat. Der Verlust von Arbeit, die Arbeitslosigkeit, ist also ein Realität gewordener Alptraum. Doch genauso wie bei einem Alptraum hat es auch hier keinen Zweck, wenn man in den beängstigenden Bildern versinkt, sondern es braucht der bewussten Anstrengung, um diesen Ängsten etwas entgegen zu setzen. Und dieses „Etwas“ kann „Weiterbildung“ heißen.

Dadurch entstehen zwar nicht unmittelbar neue Jobs, es ist kein Allheilmittel, aber für die betroffene Person kann das Instrument Weiterbildung die oben beschriebenen Begleitsymptome der (drohenden) Arbeitslosigkeit, wie Angst, Selbstwertverlust und Sinnlosigkeit, entschärfen. Neue Inhalte und neue Menschen fördern das Zutagetreten von Fähigkeiten und Charaktereigenschaften, die bisher vielleicht im Korsett des Arbeitsalltags zu kurz gekommen sind, aber nichts desto trotz beruflich verwertbar wären, würden wir sie denn sehen können. Wir bestehen alle aus mehr, als aus dem, was uns durch den Alltag bewusst ist. Durch die Auseinandersetzung mit etwas Neuem kann man interessante neue Erfahrungen mit sich selbst machen. Man entdeckt, dass das Lernen heute sehr viel mehr Spaß bereiten kann, als das zu Schulzeiten der Fall war, man verspürt einen frischen Wind im Alltagsgrau und neuer Schwung und Elan tun dem Lebensgefühl ausgesprochen gut. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob diese Weiterbildung aus einem Kreativ- oder Sprachkurs besteht, man sich mit Kleinkindpädagogik auseinander setzt oder ob man die Bildungsmöglichkeiten der Arbeitsagenturen in Anspruch nimmt. Übrigens ist die Gasthörerschaft an einer Uni oder einer Fachhochschule eine qualitativ hochwertige und kostengünstige Weiterbildungsmöglichkeit. Und das Bildungsurlaubsangebot enthält vielfältige und beruflich verwertbare Themen. Allerdings sollte man immer auf die Qualität der Angebote achten – auch auf dem Weiterbildungsmarkt gibt es schwarze Schafe.

Ein besonderer Hinweis: Wege entstehen beim Gehen – vielleicht eröffnen Weiterbildungen neue Perspektiven.

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