Studienabbruch

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Studienabbruch

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Soll ich gehen oder bleiben, diese Frage stellen sich manche Studierende im Verlauf ihres Studiums und suchen oft händeringend nach Entscheidungshilfen. Hier kommen ein paar Gesichtspunkte, die es wert sind beachtet zu werden.

Bei wem Gedanken über einen Studienabbruch auftauchen, der sollte sich sofort konkret damit auseinander setzen und nichts auf die Lange Bank schieben. Denn frühe Abbrecher, die unter 25 Jahre alt sind und unter sechs Semester sich befinden, die haben innerhalb dieser Gruppe die besten Karten auf dem Arbeitsmarkt. Sie sind reifer als Abiturientinnen und Abiturienten und sie sind billiger als Hochschulabsolventen und haben gezeigt, dass sie aus einem Fehler schnell Konsequenzen ziehen können. Bei einem späteren Abbruch wird es immer schwieriger und man sollte doppelt prüfen, ob es nicht doch Wege gibt, das Studium  rasch und pragmatisch durchzuziehen.

Ferner sollte man genau analysieren, warum das Studium zum Problem geworden ist. Sonst besteht die Gefahr, nur ins nächste Fiasko zu schliddern. Zudem erwarten künftige Arbeitgeber nachvollziehbare Gründe, warum man keinen Abschluss hat. Spätestens im Vorstellungsgespräch wird man danach gefragt.

Bitte nicht ohne konkrete Alternative abbrechen. Der Status der Studierenden ist gesichert und anerkannt, wer noch eingeschrieben ist, kann sich deshalb in einer Bewerbung besser verkaufen. Wichtig ist eine umfangreiche Eigenprofilrecherche, die sich mit den individuellen Fähigkeiten und Interessen befasst und damit, in welchen Beruf diese einmünden können. Denn eine Entscheidung für den Wechsel ins Berufsleben muss sitzen, wenn sie gefallen ist, dann bewirbt man sich initiativ und sucht selbstbewusst das Gespräch mit potentiellen Arbeitgebern. So macht man deutlich, dass nicht mangelndes Engagement zum Studienabbruch geführt hat.

Wenn das Studium abgebrochen wurde, dann sollte man sich auf jeden Fall anderweitig qualifizieren. Es gibt Möglichkeiten, externe Berufsabschlüsse zu erwerben. Wer ohne Berufsabschluss jobbt, der wird keine oder nur sehr schwer Karriere machen und bei schlechter Konjunkturlage als erster gekündigt bekommen.

Wie kommt man aber nun zu einer Entscheidung? Entscheiden kann man sich nur, wenn man Alternativen zum Studium kennt und das Pro und Contra abwägen kann. Und ebenso wichtig ist es, die emotionalen Entscheidungsblockaden aufzuspüren, die im Widerspruch zu den rationalen Überlegungen stehen. Oft spielen ungelöste Elternkonflikte eine Rolle, etwa wenn jemand das Studienfach nur den Eltern zuliebe gewählt hat. Oder ein Studienabbruch ist nicht mit dem Selbstbild zu vereinbaren, weil man sonst immer alles durchzieht. Rein rationale Für- und Widerlisten helfen da nur bedingt. Es ist besser, zwei Briefe zu schreiben, einen zum Thema: Ich habe abgebrochen. Den anderen: Ich habe mein Studium abgeschlossen. So kann man herausfinden, wo das Herz hingeht. Da ist die meiste Energie. Wer gegen diese anarbeitet, fühlt sich gelähmt.

Ein besonderer Hinweis: Gerade ältere Semester scheuen den Abbruch, weil sie dann viele Jahre verschenkt zu haben glauben. Die Zeit war aber nie umsonst, denn das Studium hat immer etwas gebracht. Man sollte also überlegen, was das genau war. Und egal, ob man weiter studiert oder nicht, eine Entscheidung ist eine riesige Erleichterung, die Energien frei setzt. Dann findet sich auch ein Weg in die Zukunft.

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