Beruflicher Erfolg hat zu 60% mit dem Bekanntheitsgrad zu tun

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Beruflicher Erfolg hat zu 60% mit dem Bekanntheitsgrad zu tun

Diese Zahl wird einem Untersuchungsergebnis der IBM zugeschrieben und bestätigt sich in der täglichen Praxis. Es gibt ein elegantes Mittel, um Kunden und Geschäftspartner, aber auch potentielle Arbeitgeber kennen zu lernen und den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern: den Small Talk. Nun gehört der Small Talk in Deutschland nicht unbedingt zum Volkssport, aber man sollte beachten, dass das spontane Anbahnen von Kontakten, die Fähigkeit, bei Einladungen und in Arbeitspausen entspannt über Angenehmes zu plaudern auch bei uns inzwischen zu der Schlüsselqualifikation der emotionalen Intelligenz gehört und damit die „Vermarktungschancen“ erhöht. Leider haben oft gerade Menschen mit einer hohen fachlichen Kompetenz Schwierigkeiten damit und lehnen ihn als oberflächlich ab, empfinden ihn als Zeitverschwendung und sind davon eher genervt, als dass sie den Small Talk begrüßen würden. Das ist leider ein Fehler. Denn Small Talk ist die Gelegenheit schlechthin zum Aufbau tragfähiger Geschäftsbeziehungen, und macht es leicht, in einer angenehmen Atmosphäre Kontakte von einiger Tragweite zu knüpfen.

Small Talk beginnt im Kopf und es löst unter Umständen Angst aus, den sicheren Boden der geschäftlichen Inhalte zu verlassen, um über dies und das locker und entspannt zu plaudern. Es wäre schade, wenn man sich von dieser Angst bestimmen ließe, denn die „große Kunst der kleinen Unterhaltung“ öffnet Türen zu anderen Menschen. Zum Beispiel halten Amerikaner Menschen, die keinen Small Talk machen für  unhöflich und unfreundlich. Deutsche sind eher sachorientiert, Angehörige anderer Länder, wie zum Beispiel die Amerikaner, gelten hingegen als beziehungsorientiert. Das heißt, die Beziehung zu Menschen steht im Vordergrund und bildet die Basis für den Austausch von geschäftlichen Inhalten. Bei Deutschen ist es gerade umgekehrt, die Sache steht im Vordergrund und der Mensch dahinter scheint zu verschwinden, aber in den Zeiten der Globalisierung sollte man diesen gewohnten Boden verlassen und Neues ausprobieren – es kann nur der Erweiterung des Handlungsspielraumes dienen.

Small Talk ist ein lockerer, zwangloser und im Idealfall unterhaltsamer Austausch über leichte Themen. Er schafft eine angenehme Atmosphäre, er ermöglicht das Kennenlernen und bietet die Gelegenheit, den eigenen Horizont zu erweitern. Das alles geschieht neben dem praktischen Nutzen zur Steigerung des Bekanntheitsgrades. Warum wird er denn dann, wenn der Nutzen so groß ist, so ungern genutzt? Barrieren bilden häufig die eigenen Gedanken: Hatte man bisher wenig Gelegenheit, Small Talk zu praktizieren? Verspürt man eine tiefe Abneigung gegenüber seichtem Geschwätz? Hat man gerade im Berufsleben keine Zeit zu vergeuden? Sieht man nicht ein, warum man berufliche Kontakte auf der persönlichen Ebene vertiefen sollte? Verfügt man nicht über die nötige Kreativität zum lockeren Gespräch? Hat man kein Gespür für Themen? Wurde man von Misserfolgen entmutigt? Negative Erlebnisse – die möglicherweise diesen rigiden Einstellungen zugrunde liegen, hinterlassen ihre Spuren so starr, düster und aussichtslos, wie sie erlebt wurden. Da unvorteilhafte Erlebnisse in negative Prophezeiungen übergehen, sollte man ihnen etwas Positives entgegen setzen. Denn solange auch nur einer von diesen Glaubenssätzen im Kopf herum spukt, wird sich nichts ändern, solange man den Small Talk im Grunde seines Herzens für überflüssig hält, solange wird man sich nicht dazu aufraffen. Solange man ihn abwertet wird man keinen  Spaß dabei empfinden.  Es ist stattdessen besser, sich mit einer grundsätzlichen Neugier darauf einzulassen und die oben genannten Sätze durch: „Ich kann es ja mal versuchen…“; „Es kann ja nichts passieren.“; „Ich werde schon ein Gesprächsthema finden – und ich bin ja nicht allein.“; „Einfach mal schauen, was passiert.“ Oder „Ich lasse mir Zeit und höre zu.“ auszutauschen.

Diese veränderten Sätze beruhen auf förderlichen Gedanken, die etwas mit „Zulassen“ zu tun haben statt mit starren Vorurteilen und Prinzipien, die letztlich einschränkend sind. Die Ziele, die mit diesen neuen Sätzen verbunden sind, entsprechen eher der Persönlichkeit und damit der ganz individuellen Gewichtung, dem Stand der Persönlichkeitsentwicklung und der richtigen Mischung von Stärken und Schwächen. So steuert man das eigene Verhalten anstatt sich von den starren Prinzipien bestimmen zu lassen.

Ein besonderer Hinweis: Auch die längste Wüstenwanderung beginnt mit dem ersten Schritt. Man kann sich entscheiden, ob man sich weiter vor dem Small Talk drückt oder ob man damit beginnt, ihn zu üben. Denn Übung macht den Meister!

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