Der erste Tag

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Der erste Tag

Die Bewerbung war erfolgreich. Die Vorstellungsgespräche verliefen gut. Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Und nun kommt der erste Arbeitstag. Die Nacht davor gestaltet sich oft relativ unruhig, weil das Lampenfieber den Nachtschlaf stört. Und das zurecht, denn der erste Tag stellt die Weichen für die Zukunft. Der „Neue“ wird von den „Alten“ genau beobachtet und für den „ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“.

Also will auch dieser Tag, ähnlich wie das Vorstellungsgespräch, sorgfältig geplant sein. Zunächst gilt die Devise „weniger ist mehr“ und zwar in jeder Hinsicht. Kleidung und Accessoires sollten der Unternehmenskultur angemessen aber dezent sein. Die ersten Kontakte werden geknüpft, zeichnen sich aber durch Zurückhaltung aus. Man stellt sich als neu dazu gekommene Person zuerst vor oder wird von einem Ranghöheren herumgeführt und bekannt gemacht. Bei Gesprächen beschränkt man sich auf aktives Zuhören, das zum Ziel hat, so viel wie möglich über die Unternehmenskultur, Gepflogenheiten und Gebräuche zu erfahren. Auf Fragen zur Person wird natürlich geantwortet, jedoch bildet der erste Tag noch nicht die Bühne, um Werbung in eigener Sache zu betreiben und die persönlichen Erfolge und Vorzüge allzu deutlich heraus zu streichen. Das wirkt zum einen leicht aufdringlich, zum anderen kann es den Neid und die Abwehr der Kollegen wecken. Es geht vielmehr an diesem bedeutsamen Tag darum, Sympathie zu wecken und Grundlagen für eine tragfähige Vertrauensbasis zu schaffen.

Jedoch ist es bei aller Zurückhaltung wichtig, Raum einzunehmen, sozusagen das Revier abzustecken. Kleine persönliche Dinge werden auf dem Schreibtisch platziert, jedoch im firmenüblichen Rahmen. Und man macht keinesfalls die eigenen Person unnötig klein, indem man allzu bescheiden ist. Es gilt also, die Balance zwischen Zurückhaltung und selbstbewusstem Auftreten zu finden.

Ein besonderer Hinweis: An diesem Tag kann und darf man sich Zeit lassen, Zeit zum Beobachten und zum Lernen. Bäume werden dann noch früh genug ausgerissen.

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