Fingerspitzengefühl im Umgang mit Hierarchien

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Fingerspitzengefühl im Umgang mit Hierarchien

„Nach oben buckeln und nach unten treten“ ist äußerst schlechter Stil und bringt niemanden weit. Im besten Fall macht man sich damit lächerlich. Freundlich sein ohne unterwürfig zu werden, konstruktive Kritik anbringen ohne zu kränken, und Lob äußern dafür bedarf es Fingerspitzengefühl.

Das alle Menschen, egal auf welcher Hierarchieebene, Vorgesetzte, Kollegen und Mitarbeiter mit Respekt und Höflichkeit behandelt werden, auch Jüngere oder wenn man sich duzt, sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Schwierig wird es aber in heiklen Situationen, z.B. wenn Untergebene eine konträre Meinung gegenüber ihren Vorgesetzten vertreten. Da ist sachliche Argumentation und Ehrlichkeit der beste Weg, denn Vorgesetzte spüren schnell, wenn sie es mit opportunistischen Ja-Sagern zu tun haben. Es ist also eine Frage der Rhetorik. Eine gute Diskussionsvorbereitung ist bereits die halbe Miete, deshalb sollten die Pros und Kontras gedanklich immer wieder durchgespielt werden und richtige, das heißt positive Formulierungen überlegt werden. Bei allem argumentativen Geschick sollte die emotionale Komponente nicht vergessen werden. Es ist ein Irrtum zu glauben, Sachlichkeit würde ohne Emotionalität existieren können. Beides, sowohl die Sachebene, als auch die emotionale Ebene sind immer in einer Botschaft enthalten. Das bedeutet hier, dass auch abweichende Sichtweisen ihren Hintergrund haben und deshalb geachtet werden müssen.

Freundlichkeit, Sachlichkeit und eine gewisse Distanz sind tragende Pfeiler im Umgang mit Untergebenen. Ein guter Vorgesetzter kennt nicht nur die Wünsche und Bedürfnisse seiner Mitarbeiter, sondern er kennt auch ihre individuellen Talente und Fähigkeiten und nimmt sie ernst, indem er sie zum Wohl des Unternehmens einsetzt. Denn wer sich wohl- und anerkannt fühlt bringt gute Leistungen. Das „Sensibilisieren von Antennen“ ist also eine wichtige Schlüsselqualifikation für Chefs.

Ein besonderer Hinweis: Die zur Schau Stellung von Überlegenheit oder gar die Demonstration von Macht lässt Vorgesetzte in den Augen ihrer Mitarbeiter keineswegs wachsen, sondern sie diskreditieren sich damit vielmehr selbst, indem sie ohne Not Widerstand wecken. Auch der kompetenteste Chef weiß und kann nicht alles und ist irgendwann auf die Unterstützung und das Wohlwollen anderer angewiesen – das sollte man sich von früh bis spät vor Augen führen!

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