Wenn Privates die Arbeit berührt

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Wenn Privates die Arbeit berührt

Da wir alle aus mehr bestehen als aus unserer Arbeitsrolle bleibt es nicht aus, dass die privaten Lebensumstände bis in den Beruf hinein reichen. Nicht selten geschieht es auf angenehme Weise indem sich Liebespaare im Job finden. Im eigenen Betrieb, bei Kundenkontakten und bei Geschäftspartnern springt schon mal der Funke über. Bei allem Verliebtsein sollte einkalkuliert werden, dass solche Beziehungen Zündstoff in sich bergen. Betriebsgeheimnisse und Abteilungsinterna müssen es auch bleiben, Vertrauliches muss vertraulich bleiben. Wenn aus dem Flirt mehr wird, dann ist es sinnvoll, die Beziehung öffentlich zu machen, denn Täuschungsmanöver schlagen meistens fehl und man gibt sich der Lächerlichkeit preis. Aber dann wird zur Tagesordnung zurück gekehrt, und die Konzentration gehört wieder der Arbeit. Da Liebesbeziehungen häufig Neid wecken sollte dem keine Angriffsfläche im Bezug auf die Qualität der Arbeit gegeben werden.

Leider gibt es daneben auch die tragischen Stationen des Lebens, wie Scheidung oder der Tod des Partners. Da diese Erlebnisse zu den belastendsten des Lebens gehören lassen sie sich nicht aus dem Arbeitsalltag heraus halten. Während es bei Todesfällen noch ein angemessenes Ritual mit klaren Trauerphasen gibt, dem Kolleginnen und Kollegen mit Kondolieren (bitte nicht per eMail) und Rücksichtnahme begegnen können, so bleiben Personen, die einer Scheidung entgegen sehen ohne das tröstliche Gerüst eines gesellschaftlich anerkannten Rituals. Sie sind allein in ihrem Schmerz und ihrer Verunsicherung und empfinden es obendrein oft als Makel, über den man nicht spricht und dessen psychische Auswirkungen man vom Arbeitsleben zu trennen hat. Diese Trennung sollte auch so weit wie möglich aufrecht erhalten werden, aber es kostet manchmal übermenschliche Kräfte, das durchzuhalten. Unkonzentriertheit, Launenhaftigkeit und Tränenausbrüche sind die Folge. Auch hier ist es besser, offen mit der Situation um zu gehen und die anstehende Scheidung öffentlich zu machen und gleichzeitig um Geduld bei eventuell verändertem Verhalten zu bitten.

Ein besonderer Hinweis: Trauernde, egal ob durch Tod oder Trennung betroffen, haben keine ansteckende Krankheit. Man kann sie durchaus ansprechen und Hilfe anbieten- z.B. in Form eines gemeinsamen Kaffees in der Kantine.

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